TRANSCA. Translating Sociocultural Anthropology into Education oder „Was kann die soziokulturelle Anthropologie für die Bildung tun?“

Ein Beitrag von Christa Markom & Jelena Tosic.

TRANSCA ist ein Projekt, in dem dargelegt wird, was die Sozialanthropologie als nachhaltige Antwort des europäischen Bildungsfeldes auf aktuelle und neue gesellschaftliche Herausforderungen wie Vielfalt, Einwanderung, sozioökonomische Disparitäten und Ausgrenzungspolitik für die Bildung leisten kann. TRANSCA ist ein transeuropäisches Projekt bei dem die Partnerländer (Österreich, Dänemark, Griechenland und Kroatien) die Forschung hauptsächlich im eigenen Land durchführen, aber auch versuchen, möglichst viele Informationen aus den umliegenden Ländern (Schweiz, Deutschland, Schweden, Norwegen, Bulgarien, Albanien, Slowenien, Bosnien und Herzegowina) zu generieren.

Auf diese Weise gewinnen die Projektpartner Einsicht in die nationalen und regionalen Unterschiede im Sinne bildungsanthropologischer Inhalte und Praxen (bzw. des Fehlens derselben). Bisher gab es kaum internationale Zusammenarbeit oder keinen Wissens- und Erfahrungsaustausch in diesem Bereich, und die Auswirkungen anthropologischer Ansätze auf die Bildungssysteme sind derzeit gering und selektiv.

TRANSCA ist eine strategische Partnerschaft des Erasmus+ Programmes mit dem Ziel, die Zusammenarbeit zwischen Lehrerbildung und soziokultureller Anthropologie weiterzuentwickeln, um entscheidende Probleme im sozialen Bereich in Schulen anzugehen. Es zielt darauf ab, relevante Aspekte des soziokulturellen anthropologischen Wissens in die Lehrerausbildung in Europa zu transferieren und in einigen Ländern zu initiieren. Dafür wird auf bestehenden Ansätzen und Erfahrungen aufgebaut und es werden neue und innovative didaktische Bewertungen und Praktiken in Bezug auf gesellschaftliche Kernfragen hinzugefügt.

Eine Kerninnovation ist die Übersetzung von reflexiven anthropologischen Methoden und Ansätzen in den Bereich der Lehrerbildung zur Generierung von ethnografischem Wissen und Einsicht in gesellschaftliche Herausforderungen, die es Lehrern ermöglichen, die Rolle des Lernenden zu übernehmen. So erfahren sie die gelebten Realitäten ihrer Schüler*innen auf neue und substanzielle Weise.

Die übergeordneten Ziele des TRANSCA-Projekts sind die Entwicklung innovativer didaktischer Strategien, die Verbesserung der sozialen Eingliederung im Bildungsbereich und damit ein nachhaltiger Beitrag zum sozialen Zusammenhalt in Europa. In einer Zeit großer allgemeiner politischer und wirtschaftlicher Instabilität, in der Ungleichheit und soziale Diskriminierung in der Gesellschaft vorherrschen, war die Rolle der Bildung noch nie so wichtig. TRANSCA soll einen wesentlichen Beitrag zur europäischen Lehrerausbildung leisten und Wege finden, wie Lehrer*innen anthropologische Methoden anwenden können Methoden und Instrumente in Bezug auf gesellschaftliche Kernthemen und sozialwissenschaftliche Konzepte. Es ist das erste Bestreben, die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen Anthropologie und Bildung auf dieser speziellen internationalen Ebene (Nord-, Zentral- und Südosteuropa) zu fördern.

Das Programm hat zum Ziel, Aspekte des anthropologischen Wissens zu fördern und in einigen Ländern erstmals in die Lehrerausbildung einzubeziehen, indem bestehende Ansätze und Erfahrungen erweitert und neue und innovative Didaktiken und Praktiken hinzugefügt werden in Bezug auf gesellschaftliche Kernfragen und sozialwissenschaftliche Konzepte.
Am Ende des Projekts werden alle Ergebnisse in Form von Vortragsreihen, Veröffentlichungen, Handbüchern, Video-Animationen und einer digitalen Plattform veröffentlicht und verbreitet, um Lehrer*innen und Pädagog*innen eine nachhaltige Wissensdatenbank mit Methoden und Netzwerkressourcen zur Verfügung zu stellen.

https://transca.univie.ac.at/project

www.transca.net

Koordinator*innen

Wolfgang Kraus, Christa Markom, Jelena Tosic, Department of Social and Cultural Anthropology, University of Vienna

Projektpartner*innen

Sally Anderson, Department of Educational Anthropology, Aarhus University

Danijela Birt, Jelena Kupsjak, Department of Ethnology and Anthropology, University of Zadar

Elisabeth Furch, Martina Sturm, Gerhard Krottenauer, Communication Centre for Multilingualism, Migration and Human Rights Education, University College of Teacher Education Vienna

Ioannis Manos, Georgia Sarikoudi, Teaching Anthropology Network (EASA), Department of Balkan, Slavic and Oriental Studies, University of Macedonia

Assoziierte Partner*innen

Angela Stienen, Institute for Research, Development and Evaluation at the University of Education in Bern

Karmen Turcinov, School of Science and Graphic Arts & Medical School Zadar

 

The European Commission support for the production of this publication does not constitute an endorsement of the contents which reflects the views only of the authors, and the Commission cannot be held responsible for any use which may be made of the information contained therein.

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